Unter nahezu täglichen Qualen leiden besonders viele Norddeutsche (24 Prozent) und Ostdeutsche (23 Prozent), in Baden-Württemberg sind es dagegen nur 10 Prozent der Befragten. „Schmerzen sind ein großes Gesundheitsproblem in unserer Gesellschaft, dem mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte“, sagt Dr. Stefanie Grabs, Allgemeinärztin bei der DAK.
Vor allem chronische Schmerzen dürften Ärzte und Patienten nicht einfach hinnehmen, sondern sie müssten den Beschwerden auf den Grund gehen. „Dazu gehört neben der gründlichen körperlichen Untersuchung auch, möglichen psychischen Ursachen nachzugehen“, betont Grabs. Immerhin fühlen sich 18 Prozent der Befragten mit zumindest gelegentlichen Schmerzen vom Arzt nicht ernst genommen.
Jeder zehnte Schmerzgeplagte sucht zügig ärztlichen Rat, wenn es irgendwo zwickt oder zieht. Die meisten hingegen warten erst einmal ab (66 Prozent) und jeder Vierte geht gar nicht zum Arzt. „Bei leichten, vorübergehenden Schmerzen ist es nicht notwendig, gleich in die Arztpraxis zu laufen. Etwa 90 Prozent aller akut auftretenden Rückenschmerzen verschwinden innerhalb kurzer Zeit von allein wieder“, sagt DAK-Ärztin Dr. Grabs. „Starke oder länger anhaltende Schmerzen sollten allerdings unbedingt abgeklärt werden.“
Als Sofortmaßnahme sind Schmerzmittel bei den unter 45-Jährigen am beliebtesten. Die älteren Generationen setzen eher auf Bewegung. Zu Hausmitteln wie Wärmflasche oder Halswickel greift jeder zweite Befragte, jeder vierte versucht es erst einmal mit Naturheilmitteln. Die Hälfte der unter 30-Jährigen meint, es helfe nur eines: ins Bett legen.
Quelle: DAK


