Mehr trinken – besser lernen
Gerade während des Unterrichts dürfen Kinder allerdings nur selten ihren Durst löschen. Grund: Viele Lehrer verbieten das Trinken während des Unterrichts, beim Schreiben von Klassenarbeiten und sogar während des Sportunterrichts. Für die Schüler bleiben dann nur noch die Pausen und hier vergessen sie zu trinken.
„Wassertrinken sollte in der Schule jedoch generell angeboten und von den Lehrern gefördert werden“, so die DAK-Expertin. „Die Lehrer sollten die Kinder sogar zum Trinken ermuntern. Denn Kinder, die sich in den Pausen viel bewegt haben, schwitzen und müssen ihren Wasserhaushalt auffüllen. Oft vergessen sie dies jedoch, da ihr Durstempfinden nur schwach ausgeprägt ist.“
Mindestens einen Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es bei Grundschülern schon sein, bei Jugendlichen in der Pubertät mindestens 1,3 Liter. Aufputschende Getränke wie koffeeinhaltige Getränke, Energydrinks und Eistee sowie stark zuckerhaltige Getränke wie Limonade und Fruchtsaftgetränke sollten allerdings lieber in der Flasche bleiben. Sie liefern nicht nur Flüssigkeit, sondern vor allem Kalorien.
Geeignete Getränke dagegen sind ungesüßte Früchte- oder Kräutertees, Fruchtsaftschorlen und natürlich Mineral- und Leitungswasser. Denn Wassertrinken kann Übergewicht vorbeugen. Das hat eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund gezeigt. Kinder, die in der Schule regelmäßig Wasser trinken, haben ein geringeres Übergewichtsrisiko als andere Kinder.
An der Studie nahmen rund 3000 Grundschüler teil. Gut die Hälfte der Schüler durfte sich regelmäßig mit Wasser versorgen. Dafür wurden in der Schule Wasserspender an Leitungswasserquellen angeschlossen. Außerdem bekamen die Schüler Wasserflaschen ausgehändigt, in die sie Wasser abfüllen konnten. Im Schnitt tranken sie am Ende des Schuljahres ein Glas Wasser mehr als ihre Altersgenossen. Die Anzahl der übergewichtigen Kinder hat sich in dieser Gruppe nicht erhöht, während sie in der Kontrollgruppe um zwei Prozent stieg.


