Die Zunge ist mit ihren längs und quer verlaufenden Muskelfasern sehr beweglich. Der Zungengrund ist mit dem Unterkiefer, dem Zungenbein und der Rachenwand verbunden. Das Zungenbändchen verbindet die Zungenunterfläche mit dem Boden der Mundhöhle.
Die Geschmacksknospen der Papillen enthalten 30-80 Rezeptorzellen. Diese nehmen über die Geschmacksporen Kontakt zur Oberfläche auf. Die Rezeptorzellen wandeln „Geschmack“ in elektrische Impulse um und leiten diese weiter an die Enden von sensorischen Nervenfasern im Zungenkörper. Über den Hirnnerv gelangen die Impulse zum Gehirn. Die Geschmacksknospen sind in die Schleimhäute eingesenkt, so dass sich ein Trichter über ihnen bildet, in den mit dem Speichel Moleküle gelangen.
Die Geschmacksqualitäten süß, sauer, bitter, salzig und umami (jap.: fleischig, herzhaft - zählt nach aktueller Aufassung zur fünften Geschmacksqualität und wird durch Glutaminsäure ausgelöst) können von der Zunge unterschieden werden und zwar von allen Teilen Zunge. Lediglich Bittergeschmack hat eine Häufung am Zungenhintergrund und Sauergeschmack an den Zungenrändern.
Weiterhin lenkt die Zunge die Nahrung zu den Zähnen und kontrolliert den Zerkleinerungsprozess. Sie mischt die zerkleinerte Nahrung und formt sie zu schluckbaren Klumpen, die sie in den Rachen befördert.
Darüber hinaus ist die Zunge beim Sprechen unverzichtbar. Viele Laute können ohne Zunge nicht erzeugt werden.
Entzündung der Mundschleimhaut, Pilzinfektion (Soor), Zungenabszess, Zungenkarzinom, chronische Dermatose, Schwarze Haarzunge