Das Kniegelenk ist die Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel. Es wird gebildet aus dem unteren Ende des Oberschenkelbeins als gewölbte (konvexe) Oberschenkelrolle und dem vertieften (konkaven) Schienbeinkopf. Beide Gelenkteile sind umgeben von einer Schicht aus Gelenkknorpel, der als Gleitlager dient. Im Gelenkspalt befinden sich Knorpelscheiben (Menisken), die als Stoßdämpfer dienen. Eingeschlossen ist das Gelenk von einer festen Gelenkkapsel, die mit ihrer Gelenkflüssigkeit den reibungslosen Bewegungsablauf ermöglicht und die Knorpel mit Nährstoffen versorgt. Vorne schützt die Kniescheibe (Patella) das Knie. Sie ist ein in die Sehne des vierköpfigen Kniestreckmuskel eingelagerter Knochen. Für die notwendige Stabilität sorgen die Seitenbänder jeweils an der Außen- und Innenseite des Gelenks und nach vorne und hinten die Kreuzbänder. Kräftige Muskeln verdanken dem Knie seine dynamische Beweglichkeit. In der rückseitigen Kniekehle verlaufen wichtige Blutgefäße und Nerven.
Wird das Knie für einen Schritt vorwärts gebeugt, ziehen sich die Muskeln auf der Rückseite des Oberschenkels zusammen. Damit ziehen sie den Unterschenkel heran und beugen das Knie. Gleichzeitig entspannt sich der große Streckmuskel an der Vorderseite des Oberschenkels, so dass das Knie gebeugt werden kann. Im Gelenk verringern Knorpel und Gelenkschmiere die Reibung. Fünf Bänder helfen dabei, alle beteiligten Knochen in der richtigen Position zu halten, und die Schleimbeutel puffern mögliche Reibungspunkte ab, zum Beispiel zwischen Schienbein und der Sehne, die die Kniescheibe fixiert.
Muskelzerrungen, gedehnte oder gerissene Bänder, ausgerenkte Gelenke, Knochenbrüchen (Frakturen), Arthritis (Entzündung des Gelenks), Tendinitis (Entzündung einer Sehne), Osteoporose