Reiseapotheke: Das muss rein!
Eigene Medikamente sparen Zeit und Nerven
Magen-Darm-Erkrankung, Erkältung, Sonnenbrand – rund 35 Prozent der Deutschen sind im Urlaub krank. Wer sich in dieser Situation auch noch auf die Suche nach Medikamenten machen muss, steht oft vor ungeahnten Hindernissen.
Auch das sprachliche Problem ist nicht zu unterschätzen: Medikamente heißen oft anders als in Deutschland und der fremdsprachige Beipackzettel verwirrt mehr als dass er hilft. Wer seine eigene Reiseapotheke dabei hat, spart deshalb Zeit und Nerven.
Zur Grundausstattung gehören:
- Pflaster, Verbandsmaterial, Einmalhandschuhe
- Fieberthermometer, Schere, Pinzette
- Schmerz- und Fiebermittel
- Nasentropfen und Schleimlöser bei Husten
- Medikamente gegen Reisekrankheit und Durchfall
- Abführmittel
- Salbe gegen Insektenstiche
- Brand- und Wundheilsalbe
„Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte vorher die benötigte Menge für den Urlaub berechnen und sich entsprechend bevorraten“, rät Dr. Stefanie Schellhammer, Apothekerin bei der DAK. „Außerdem kann es sein, dass für uns gängige Mittel in anderen Ländern gar nicht frei verkauft werden.“ Chronisch Kranken empfiehlt sie, die Reisepläne vorher mit dem Hausarzt zu besprechen.
Da Koffer manchmal auch alleine auf Reisen gehen, gehören lebenswichtige Medikamente immer ins Handgepäck. „Wegen der hohen Sicherheitsbestimmungen für Flüssigkeiten und Ähnliches muss der Patient allerdings nachweisen können, dass er die Medikamente während des Flugs benötigt“, sagt Dr. Schellhammer. „Deshalb sollte die Mitnahme vorher vom Arzt bescheinigt werden, möglichst auch in englischer Sprache.“
Mit Chipkarte auf Reisen gehen – Zusätzliche Auslandskrankenversicherung sinnvoll
Die europäische Krankenversicherten(Chip)-Karte sollte grundsätzlich mit in den Urlaub fahren. Sie gilt in allen EU-Staaten sowie in Liechtenstein, Norwegen, Island, Mazedonien, Kroatien und der Schweiz.
Wer Urlaub in der Türkei, Serbien, Montenegro, Bosnien Herzegowina oder Tunesien macht, ist zwar ebenfalls krankenversichert. Für Behandlungen in diesen Ländern benötigt man allerdings einen Auslandskrankenschein, den man sich vorher bei der Krankenkasse besorgen sollte.
Eine zusätzliche private Auslandsreise-Krankenversicherung beteiligt sich darüber hinaus auch an Arztkosten in Ländern ohne Krankenversicherungs-Abkommen.
Noch ein Tipp: Die DAK hat Merkblätter zu den einzelnen Urlaubsländern zusammengestellt. Dort findet man wichtige Adressen und Informationen zum Gesundheitssystem im Urlaubsland.
>> Reisen+Gesundheit-Merkblätter
Quelle: DAK


