Pollen im Anflug - Immer mehr Menschen leiden unter Heuschnupfen und Asthma
In Deutschland leben nach Angaben der DAK derzeit zwölf Millionen Menschen mit Heuschnupfen – Tendenz steigend. Mediziner vermuten, dass die immer strengere Hygiene das Immunsystem schwächt.
Allergien sind eine Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen. Der Körper reagiert auf solche Allergen-Substanzen mit einer starken Produktion von Antikörpern. Diese lösen die typischen Symptome aus: Hautjucken, Ausschlag und die Verengung der Atemwege, die zu Atemnot führen kann.
Doch: „Nur etwa die Hälfte der Betroffenen ist sich bewusst, an einer Allergie zu leiden“, berichtet Dr. Waltraud Pfarrer von der DAK. „Oft werden die Symptome für Anzeichen einer Erkältung gehalten.“ Meist nicht ohne Folgen, denn aus einem Heuschnupfen kann ohne ärztliche Behandlung zum Beispiel chronisches Asthma werden.
Eine Zunahme von Allergien durch Umweltverschmutzung ist noch nicht bewiesen. Aber der schädliche Effekt von Tabakrauch ist so gut wie sicher. So sind Dreijährige, deren Mütter vor, während und nach der Schwangerschaft geraucht haben, häufiger gegen Allergene aus Nahrung und Luft sensibilisiert als Kinder von Nichtraucherinnen, sagen die Wissenschaftler der Uni Köln.
Quelle: DAK


