Engpässe bei Blutkonserven: Spender dringend benötigt
Einige Kliniken können ihren Blutbedarf nicht mit dem eigenen Spenderstamm decken, zeitweise fehlen bis zu 100 Blutkonserven pro Woche. Diese müssen bei anderen Blutspendediensten eingekauft werden, die ihrerseits unter dem saisonbedingten Mangel leiden.
In Großstädten wie Berlin und Hamburg ist der Mangel am größten, denn Städter geizen mehr mit ihrem roten Saft, während in ländlichen Gegenden großzügiger gespendet wird. Dabei ist der Bedarf überall hoch, denn bei der Versorgung Schwerkranker gibt es keine Urlaubszeit. „Für zahlreiche operative Eingriffe, wie Transplantationen, Herzoperationen und den Einsatz von Hüftprothesen, sowie für die Behandlung vieler Krebspatienten und Unfallopfer benötigen die Kliniken dringend Blutkonserven“, betont DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer.
Aufgrund der demografischen Entwicklung könnte der Blutkonservenmangel gar zum Dauerzustand werden. Einerseits steigt der Blutverbrauch, da manche Operationen zunehmend bis ins hohe Alter noch durchgeführt werden. Andererseits werden auch die Dauerspender immer älter – und ab 68 Jahren dürfen sie selbst bei bester Gesundheit nicht mehr „angezapft“ werden.
Deshalb wird dringend Nachwuchs gebraucht. Als Neuspender ist jeder gesunde Erwachsene vom 18. bis 60. Lebensjahr herzlich willkommen. In Berlin existieren eine ganze Reihe von Instituten und Kliniken, die stationäre und regelmäßig geöffnete Blutspendezentralen betreiben. Eine Übersicht gibt es u.a. hier:
http://www.blutspende-plasmaspende.de/blutspendedienste-adressen/blut-spenden-in-berlin-adressen-von-blutspendediensten/
Quelle: DAK


