Diabetes mellitus Typ II b (Zuckerkrankheit)
Man unterscheidet in zwei Typen:
Typ I: insulinabhängiger Typ; gekennzeichnet durch: eine Erkrankung unbekannter Ursache der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse; es besteht ein absoluter Mangel an Insulin; sehr früh auftretend (bis 35. Lebensjahr)
Typ II: insulinunabhängiger Typ; gekennzeichnet durch: trotz erhaltender, oft sogar erhöhter Insulinausschüttung, erst später verminderter Insulinausschüttung oft verzögert einsetzende oder verminderte Insulinempfindlichkeit der Gewebe; erst im höheren Erwachsenenalter auftretend
II a: normalgewichtig (selten)
II b: übergewichtig.
Durch den resultierenden verminderten Abtransport des Zuckers aus dem Blut kommt es zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels.
In Deutschland gibt es ca. 4 Mio. Typ-2-Diabetiker, von denen ca. 80% adipös sind. Jeder 2. Mann und jede 3. Frau über 50 Jahre muss mit der Erkrankung an Diabetes mellitus rechnen, wenn eine Adipositas/Übergewicht besteht. Übergewichtige (BMI 25-30 kg/m2) erkranken 15 mal häufiger an Diabetes, als schlanke. Bei Adipositas Grad II oder III ist das Risiko sogar 90-fach erhöht.
Erfolgt dagegen eine Gewichtsabnahme von 5-11 kg, halbiert sich das Diabetesrisiko; bei einer Abnahme von > 20 kg konnte es sogar auf 1/8 reduziert werden. Das zeigt, das der Diabetes mellitus stark mit der Zu- und Abnahme des Gewichts verknüpft ist. Eine Gewichtsabnahme verringert somit auch das Risiko, an einer der Folgekrankheiten von Diabetes mellitus zu sterben.


