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FrauengesundheitFrauengesundheit

Krebsfrüherkennung

Frauen sollten einmal im Jahr bei der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt zur Krebsfrüherkennung gehen - so lautet die schulmedizinische Empfehlung. Neben dem Abtasten der Brust wird dabei u.a. ein Abstrich am Gebärmutterhals entnommen. Die wenigsten Frauen wissen, was dieser PAP-Abstrich genau bedeutet und vor allem was zu tun ist, wenn er erhöht ist.

Zellveränderungen am Gebärmutterhals nehmen in den letzten 20 Jahren in Westeuropa und den USA zu. Man geht von 3% bis 5% betroffener Frauen aus – vorwiegend im Alter von 25 bis 40 Jahren.

PAP-Werte werden leider oft ungenau diagnostiziert und es wird oft zu viel und zu schnell operiert. Die medizinischen Standards der Deutschen Gesellschaft für Zytologie bezüglich Diagnose und Therapie werden oftmals nicht eingehalten. Alternative Behandlungsmethoden, die zur Unterstüzung des Immunsystems begleitend angewendet werden können und in vielen Fällen als Therapie ausreichen, sind zu wenig bekannt.

Wichtig zu wissen ist, dass genügend Zeit bleibt, sich bei einem unklaren oder "schlechten" Befund eine zweite Meinung einzuholen. Der Befund sollte nach standardisierten Vorgaben erhoben werden.

 

Risikofaktoren für einen erhöhten PAP-Wert sind u.a. Nikotin, die Einnahme der Pille oder das Tragen einer Spirale, heterosexueller Geschlechtsverkehr ohne Kondome sowie Stress und eine Abwehrschwäche. In Belastungssituationen, z.B. bei Vaginalinfektionen, ist der PAP-Wert oft erhöht. Danach normalisiert er sich aber in vielen Fällen wieder. Deshalb ist es angeraten, sich in diesen Zeiten zuerst um die Behandlung der Vaginalinfektion und Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems sowie um Entspannung und Stressabbau zu kümmern.


Umfassende Informationen zu medizinischen Standards, Diagnostik, Risikofaktoren und Therapien finden Sie unter www.ffgz.de - Kritisch beleuchtet - Archiv oder in der "CLIO -
Die Zeitschrift für Frauengesundheit", Nr. 54, die Sie im FFGZ bestellen können.

 

Kontakt:

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum (FFGZ)
Bamberger Str. 51
10777 Berlin

Telefon: (030) 213 95 97

E-Mail: ffgzberlin@snafu.de

Web: www.ffgz.de

VerhütungAlternativen zu Pille oder Spirale: Diaphragma und Portiokappe

 

Viele Frauen machen sehr positive Erfahrung mit diesen Verhütungsmitteln, aber leider sind nur sehr wenige Informationen darüber erhältlich. Neben dem Diaphragma gibt es die noch praktischer zu handhabende Portiokappe. Sie ist ein altes, leider etwas in Vergessenheit geratenes Verhütungsmittel. In den letzten Jahren wurden neue Modelle entwickelt.

Die Vorteile von Diaphragma und Portiokappe liegen auf der Hand:
Keine Neben- oder Langzeitwirkungen, kostengünstig, bei professioneller Anpassung und richtiger Handhabung mit einer hohen Sicherheit von 97% – und das ganz ohne Risiko, so dass sie auch bei den Frauen in Frage kommen, die hormonelle Mittel wie die Pille nicht verwenden sollten. Die Handhabung lässt sich – z. B. in den Frauengesundheitszentren und in manchen Pro Familia-Beratungsstellen – leicht erlernen.

Die Funktionsweise der Portiokappe:
Die Kappe wird von der Frau kurz oder auch mehrere Stunden vor dem Sex auf den Gebärmutterhals gesetzt, wo sie sich festsaugt und eine Barriere gegen Spermien bildet. Frühestens acht Stunden (die Kappe kann auch bis zu zwei Tagen auf dem Gebämutterhals bleiben) nach dem letzten Geschlechtsverkehr wird die Kappe von der Frau wieder herausgenommen.

Die Funktionsweise des Diaphragmas:
Das Diaphragma saugt sich nicht fest wie die Kappe, sondern bedeckt den Gebärmutterhals und entspricht der Länge der Vagina. Das Diaphragma wird zusammen mit einem Gel verwendet. Es wird ebenfalls von der Frau vor dem Sex eingesetzt und frühestens acht Stunden danach wieder herausgenommen.

Um die Sicherheit des Verhütungsmittels zu garantieren, ist neben einer professionellen Anpassung eine ausführliche Einführung in die Handhabung von Diaphragma und Portiokappe erforderlich. Die Beratung im FFGZ bietet Frauen die Möglichkeit, ohne Zeitdruck ein sicheres Gefühl für deren richtige Anwendung zu entwickeln.

 

Feministisches Frauen Gesundheits ZentrumFFGZ e.V. - die kompetente Anlaufstelle

Das Feministische Frauen Gesundheits Zentrum setzt sich seit fast drei Jahrzehnten für die gesundheitlichen Belange für Frauen ein. Egal, ob es um die Portiokappe als Alternative zur Pille, um das Für und Wider bei Hormonen für die Wechseljahre oder um das Erlernen der Brustselbstuntersuchung geht – zu diesen und vielen anderen Themen wird frau in den Beratungen, Vorträgen und Veröffentlichungen fündig.

Zweimal im Jahr erscheint "CLIO - Die Zeitschrift für Frauengesundheit" mit immer neuen Schwerpunktthemen. Zudem geben wir Informationsbroschüren heraus, u.a. zu den Wechseljahren, zu Schilddrüse und zu Gebärmutterentfernung. Eine umfangreiche Präsenzbibliothek steht Ihnen bei uns außrdem für die eigene Recherche zur Verfügung.


Unsere Themen im Überblick:

Körperliche Veränderungen und Lebensphasen:
Zyklus, Menstruation, Verhütung, Wechseljahre, Älterwerden, Medikalisierung

Frauenspezifische Beschwerden und medizinische Eingriffe:
Brustgesundheit, Eierstockzysten, Endometriose, Gebärmutterentfernung, Myome, PAP-Abstrich, Vaginalinfektionen, Unnötige Operationen

Weitere Themen

Gesundheitsförderung, Krebsfrüherkennung, Gesundheitliche Folgen sexueller Gewalt, Osteoporose, Schilddrüse, Blase, Schlaf, Stimmungstief

 

 

Kontakt:

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum (FFGZ)
Bamberger Str. 51
10777 Berlin

Telefon: (030) 213 95 97

E-Mail: ffgzberlin@snafu.de

Web: www.ffgz.de

 

Telefonzeiten:
Mo, Di, Do, Fr 10 - 13 Uhr
Do 17 - 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Di und Do 10 - 13 Uhr
Do 17 - 19 Uhr

WechseljahreEin natürlicher Prozess

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, in dem das zyklische Geschehen im weiblichen Körper zu Ende geht. Sie können mit, jedoch in vielen Fällen auch ohne Beschwerden vor sich gehen. Sie sind ein natürlicher Vorgang im Leben von Frauen, ähnlich der Pubertät. In der Psychosomatik werden einschneidende Übergangsphasen als 'Reifungskrisen' bezeichnet. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Älterwerden spielt in dieser Zeit eine wichtige Rolle. Viele Frauen nutzen die körperlichen Veränderungen als Anlass zur Bestandsaufnahme, zur (Rück-)Besinnung auf eigene Ziele und die Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. So können die Wechseljahre zum Aufbruch in eine neue Lebensphase werden.

Gesellschaftliche Normen erschweren vielen Frauen allerdings einen selbstbestimmten und positiven Umgang mit den Wechseljahren. Jugendliche Schönheit in Verbindung mit Leistungsfähigkeit sind Werte, denen Frauen in besonderem Maße unterworfen sind. Dass dieser Trend keineswegs rückläufig ist, zeigt die neue Diskussion um das Anti-Aging, das Aufschieben oder Bekämpfen des Alterns mit Hilfe von Medikamenten.

In der Verschreibungspraxis der GynäkologInnen hierzulande steht beim Thema Wechseljahre die Frage der Hormontherapie oft an erster Stelle. Die Auffassung der Wechseljahre als Hormonmangelerkrankung, als defizitäre Lebensphase, die medizinische Betreuung in Form von Hormongaben erforderlich macht, ist gesellschaftlich immer noch sehr verbreitet.

Eine natürlich sich einstellende Lebensphase wird somit seit über 20 Jahren zunehmend medikalisiert und als behandlungsbedürftig definiert.

Durch den Abbruch der großangelegten WHI-Studie in den USA im Juli 2002 kommt nun hoffentlich auch hierzulande eine größere Diskussion über die Risiken der künstlichen Hormongaben in Gang. Ein entscheidendes Ergebnis der Studie ist, dass der präventive Nutzen von Hormonen bei Herz-Kreislauferkrankungen nun endgültig widerlegt wurde. Auch eine Hormoneinnahme zur Prophylaxe von Osteoporose wird wegen der negativen Langzeitfolgen wie z.B. die erhöhte Brustkrebsgefahr negativ beurteilt.

Literatur

Umfassendere Informationen zu den Wechseljahren, der Hormontherapie und Alternativen finden Sie in unserer neu erschienenen überarbeiteten Broschüre "Wechseljahre - Aufbruch in eine neue Lebensphase", die Sie im FFGZ bestellen können (€ 5,50 zzgl. Versandkosten).
Außerdem finden Sie bei uns Informationsmappen zu den Themen Osteoporose, Stimmungstief und Schlafstörungen (€ 4 zzgl. Versandkosten).

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